Die Keulung des Schweinebestands auf dem Bauernhof in der Siedlung Vállaj im Komitat Szabolcs-Szatmár-Bereg, wo Tests eine Infektion mit Afrikanischer Schweinepest nachwiesen, könnte innerhalb von drei bis vier Tagen abgeschlossen sein; Schweine von dem Bauernhof könnten während der Inkubationszeit zwei Schlachthöfe erreicht haben – verkündete Imre Nemes, der nationale Chefveterinär und Präsident der Nationalen Behörde für Lebensmittelsicherheit (Nébih), am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Budapest.
Der Präsident erklärte: Der Verdacht auf eine Infektion wurde aufgrund des Schweinesterbens geäußert, und am Mittwoch wurden Bestätigungstests durchgeführt. Die Keulung des Bestandes hat begonnen, anschließend folgen Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen.
Ihren Angaben zufolge
Während der 21-tägigen Inkubationszeit durften Schweine des Bauernhofs Vállaj zwei Schlachthöfe erreichen, um die herum eine 3 Kilometer große Schutzzone und eine 10 Kilometer große Überwachungszone eingerichtet wurden. Innerhalb dieser Zone werden alle Schweine klinisch untersucht und Laborproben entnommen.
Die Exportzielländer müssen über den Fall informiert werden, und die Ausnahmeregelung dürfte in zwei Monaten wiederhergestellt werden, wenn das Virus nicht auf anderen inländischen landwirtschaftlichen Betrieben nachgewiesen wird, erklärte Imre Nemes.
Der Präsident von Nébih wies darauf hin, dass dieser Teil des Landkreises nicht als bedeutendes Schweinezuchtgebiet gelten könne, weshalb gute Chancen bestünden, die Afrikanische Schweinepest einzudämmen.
Er betonte, dass für die Verbraucher keine Gefahr bestehe und dass das in Ungarn erhältliche Schweinefleisch sowie alle daraus hergestellten Produkte sicher seien und bedenkenlos konsumiert werden könnten.
Der Präsident wies darauf hin, dass die Afrikanische Schweinepest auch andere Staaten in der Region betrifft, darunter mehrere Nachbarländer.
In einer Erklärung am Donnerstag rief Nébih die Schweinehalter dazu auf, die Vorschriften zur Seuchenbekämpfung einzuhalten und Desinfektionsmaßnahmen durchzuführen.
Die landwirtschaftlichen Betriebe sollten geschlossen bleiben, der Zutritt für Fremde und Fahrzeuge eingeschränkt werden, und Hausschweine sollten nicht mit Wildschweinen in Kontakt kommen, auch nicht indirekt über Geräte oder Futter. Im Falle von plötzlichem Fieber, Blutungen oder Tod ist umgehend ein Tierarzt zu benachrichtigen.
Die Afrikanische Schweinepest wurde 2018 in Ungarn nachgewiesen, trat aber bisher nur bei Wildschweinen auf. Sie ist für Menschen ungefährlich, kann aber der Schweinehaltung erheblichen Schaden zufügen, da sie nicht heilbar ist und es keinen Impfstoff dagegen gibt, teilte die Nationale Behörde für Tiergesundheit (Nébih) in einer Erklärung mit.