Die Oppositionsfraktionen Fidesz und KDNP werden für den Gesetzentwurf zur Kürzung der Gehälter und Zulagen der Abgeordneten stimmen, der von Vertretern der Tisza-Partei eingebracht wurde, sagte der Fraktionsvorsitzende von Fidesz am Donnerstag.
Gulyas erklärte auf Facebook, dass die Fidesz- und KDNP-Fraktionen im Parlament jede Sparmaßnahme unterstützen, die die Würde des Parlaments wahrt und die Arbeit der Abgeordneten nicht unmöglich macht oder deren Qualität beeinträchtigt.
„Wir werden daher für den Vorschlag der Tisza-Partei stimmen“, fügte er hinzu.
Tisza schlägt eine deutliche Reduzierung der Gehälter, Zulagen und Subventionen für Abgeordnete sowie der den Parlamentsfraktionen zugewiesenen Haushaltsmittel vor.
Gemäß dem am Donnerstag von Fraktionsvorsitzender Andrea Bujdoso und der Parteiabgeordneten Kinga Kalazdi-Kerekes vorgelegten Vorschlag sollen die Bruttogehälter der Abgeordneten um 40 Prozent, die Ausgaben für Unterkunft oder Hotelaufenthalte um 31 Prozent, die Kosten für Büromiete um 52 Prozent und das Budget für Mitarbeiter, die die Abgeordneten unterstützen, um 30 Prozent gekürzt werden.
Die Erstattung der nationalen und internationalen Mobiltelefonkosten für Repräsentanten wird abgeschafft, ebenso wie das Budget, das es den in Budapest ansässigen Repräsentanten bisher ermöglichte, bis zu 2.500 Kilometer Kraftstoff pro Monat geltend zu machen.
Die oppositionelle Mi Hazank-Bewegung erklärte am Donnerstagnachmittag auf Facebook, dass die Partei eine Kürzung der Gehälter von Parlamentsmitgliedern befürwortet.
Parteichef Laszlo Toroczkai sagte in einem Fernsehinterview, das auch auf Facebook veröffentlicht wurde, dass sie die gleiche Maßnahme auch in Bezug auf Bürgermeister ablehnen.
Er argumentierte, dass er als ehemaliger Lokalpolitiker die immense Verantwortung kenne, die auf den Schultern eines Bürgermeisters ruhe, da dieser Investitionen in Höhe von vielen Milliarden Forint überwachen und gleichzeitig sein Personal und die gesamte Organisationsstruktur leiten müsse.
Er fügte hinzu, dass dies das Korruptionsrisiko erheblich erhöhen würde, wenn es Bürgermeister gäbe, die sich mit niedrigeren Gehältern zufrieden gäben, weil sie „den Rest einfach veruntreuen würden“.