Nach Angaben der Fidesz selbst haben Ermittler heute eine Hausdurchsuchung und Beschlagnahmung im Zusammenhang mit den Servern der Partei von Viktor Orbán durchgeführt. Wir warten auf die Stellungnahme der Staatsanwaltschaft! – schrieb Ministerpräsident Péter Magyar am Dienstag auf seiner Facebook-Seite.
In einem Kommentar zu dem Beitrag fügte der Regierungschef hinzu: Man warte auf die Informationen darüber, in welcher Angelegenheit ermittelt werde und was beschlagnahmt worden sei.
Bertalan Havasi, Kommunikationsdirektor der Fidesz, teilte der MTI am Dienstag mit, dass Ermittler der Staatsanwaltschaft am Dienstag ohne vorherige Ankündigung in dem Rechenzentrum erschienen seien, das die Server der Fidesz betreibt, mit der Absicht, das gesamte Kommunikationssystem und die Datenbanken der Partei zu beschlagnahmen.
Bertalan Havasi schrieb in seiner Erklärung: Seit 1990, dem Ende des Kommunismus, habe es in Ungarn keinen solchen Vorfall gegeben.
„Die Willkürherrschaft hat heute eine neue Stufe erreicht“ – so seine Einschätzung.
Er erklärte: Fidesz gebe weder politischen noch rechtlichen Drohungen nach, weiche nicht zurück und stelle sich gegen die gewaltsame Willkür der Tisza-Partei.