In Transkarpatien läuft derzeit ein russischer Drohnenangriff, den die ungarische Regierung aufs Schärfste verurteilt. Das Kabinett verfolgt die Ereignisse aufmerksam und wird die Öffentlichkeit informieren – erklärte Außenministerin Anita Orbán in einem am Mittwoch auf ihrer Facebook-Seite veröffentlichten Video.
Orbán Anita sagte, dass zum Zeitpunkt der Videoaufnahme fünf Drohneneinschläge bekannt seien: zwei bei Swaljawa, einer in Uschhorod sowie zwei weitere verstreut in jeweils anderen Ortschaften niedergegangen seien.
Der Einschlag bei Swaljawa traf den Transformator eines Bahnhofs, jener in Uschhorod eine Industrieanlage – fügte sie hinzu.
Außerdem erklärte sie, dass sie in ständigem Kontakt mit dem Generalkonsul stünden und ihn mehrfach um Informationen zur Lage gebeten hätten.
„Wir verurteilen den Angriff aufs Schärfste. Wir hoffen, dass es keine Personenschäden gibt“,
betonte die Ministerin.
Nach Angaben von Anita Orbán wird das Thema auf der Regierungssitzung behandelt. Die Entwicklungen würden laufend verfolgt, anschließend werde auch die Öffentlichkeit informiert.
Die russische Armee griff am Mittwochnachmittag mehrere Orte in Transkarpatien mit Drohnen an. Nutzer sozialer Plattformen meldeten mehrere Einschläge aus Swaljawa, Mukatschewo und Uschhorod. Der Militärgouverneur Myroslaw Bilezkyj hob auf seiner offiziellen Facebook-Seite hervor, dass Transkarpatien seit Beginn des Krieges den größten Angriff erlebt habe, und forderte die Bevölkerung auf, die Schutzräume nicht zu verlassen.